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Wildbienen-Vielfalt


Osmia rufa vor Niströhre. Pollen an Bauchbürste
Wildbienen – Artenreichtum und Bestäubung für natürliche Vielfalt

Neben der Honigbiene existieren in Mitteleuropa ca. 700 verschiedene Wildbienenarten, die an unterschiedliche Lebensräume angepasst sind, und eine wichtige Funktion bei der Bestäubung von Wild- und Kulturpflanzen erfüllen. Je vielfältiger die natürlichen Lebensräume in einem Gebiet strukturiert sind, desto bessere Bedingungen erhalten diese nützlichen Insekten für ihre Nahrungs- und Nistplatzwahl.


Chelostoma campanularum (Scherenbiene) an Glockenblume
Für Bienen ist wichtig, eine möglichst vielfältige Auswahl an Nahrungspflanzen anzutreffen, da manche Arten an bestimmte Nahrungspflanzen angewiesen sind und diese oft selten gewordenen Pflanzen für ihr Überleben benötigen. Auch im Stadtgebiet können die Lebensräume der Bienen verbessert werden, indem natürliche Pflanzen gefördert, in Gärten wieder Blumenwiesen zugelassen werden und der Rasen erst gemäht wird, wenn die Pflanzen ihre Samenbildung abgeschlossen haben. Ruderalflächen, Brachen und Streifen an Bahndämmen tragen auch maßgeblich zur Verbesserung der Bienenweide bei. Da häufig auch die Nistplätze der Bienen im Stadtgebiet beschränkt sind, kann man durch Aufstellen von Nisthilfen („Bienenhotels“) einige hohlraumbewohnende Arten ansiedeln.

Nach Westrich (1990) muss der Lebensraum einer typischen, Brutfürsorge treibenden Wildbiene folgende Grundvoraussetzungen erfüllen:
1. Er muss den klimatischen Ansprüchen der jeweiligen Art genügen.
2. Er muss den von der Art benötigten Nistplatz aufweisen.
3. Er muss Nahrungspflanzen in ausreichender Menge enthalten.
4. Bei vielen Arten muss das zum Bau der Brutzellen benötigte Baumaterial vorhanden sein.
Die für die betreffende Bienenart lebensnotwendigen Faktoren Nistplatz, Nahrungspflanze und Baumaterial werden als Requisiten bezeichnet.

Die Wahl des Nistplatzes einer Art ist von entscheidender Bedeutung für ihre Verbreitung. Bienennester finden sich im Boden (Anpassung der einzelnen Bodenbewohner an unterschiedliche Substrate), in morschem Holz, in Pflanzenstängeln, in Schneckenhäusern, in alten Gallen, in sonstigen Hohlräumen an Steinen und Felsen, an Stängeln oder Baumstämmen.
Manche Bienenarten legen kein eigenes Nest an, sondern leben als Brutparasiten von den Larven und Pollenvorräten anderer Arten („Kuckucksbienen“ wie die Gattungen Ammobates, Ammobatoides, Biastes, Coelioxys, Dioxys, Epeoloides, Epeolus, Melecta, Nomada, Pasites, Sphecodes und Thyreus).
Künstliche Holz-Nistblöcke mit Bohrungen von 2-8 mm Durchmesser werden nach Westrich am häufigsten von folgenden Arten besiedelt:
Osmia cornuta, Osmia rufa (= O. bicornis): Mauerbienen
Heriades truncorum (Löcherbiene) mit Parasit Stelis breviuscula (Düsterbiene)
Chelostoma florisomne, C. fuliginosum, C. campanularum, C. distinctum: Scherenbienen
Megachile centuncularis, M. Versicolor: Blattschneiderbienen
Hylaeus communis, H. brevicornis, H. punctulatissimus: Maskenbienen

Die einzelnen Arten haben natürlich unterschiedliche Ansprüche an die Standortbedingungen für ihren Nistplatz. Waldarten (z.B. die Maskenbiene Hylaeus rinki) werden sich eher an schattigen Stellen bzw. unter Bäumen ansiedeln, Mauerbienen (z. B. Osmia rufa) und andere Bewohner von Mauerritzen (Maskenbiene Hylaeus nigritus) oder Lehmwänden (Hylaeus hyalinatus) werden in der Nähe von Gebäuden anzutreffen sein.
Durch die moderne Bauweise verschwinden diese Mauerritzen häufig aus dem Ortsbild und auch die früher verwendeten Lehmziegeln, zwischen denen viele Wildbienen ideale Nistgelegenheiten gefunden hatten, werden oft durch andere Materialien ersetzt, sodass für die Bienen heute viele Nistmöglichkeiten an Gebäuden verloren gehen. Durch Aufstellen von künstlichen Nisthilfen kann den Wildbienen eine alternative Nistmöglichkeit geboten werden.

Folgende Kleinlebensräume haben für die Erhaltung von Wildbienen eine besonders hohe Bedeutung:
• reich strukturierte Waldränder, Waldlichtungen und Feldhecken, insbesondere mit südlicher Exposition.
• zweischüriges, nur mäßig gedüngtes Grünland
• kleine Sand- und Lehmentnahmestellen
• blütenreiche Feldraine
• hochstaudenreiche Graben- und Gewässerränder
• Flächen mit Pionier- und Ruderalvegetation, besonders auf Sand und Löss
• Totholzstrukturen
• horizontale und vertikale, vegetationsfreie Erdaufschlüsse wie Erdwege, Abbruchkanten und Steilwände


Viele weitere Informationen mit Bildern findet man auf der Homepage von Dr. Paul Westrich:
www.wildbienen.info

Wildbienen Artenreichtum und Bestäubung
Artenreichtum und Bestäubung für natürliche Vielfalt Neben der Honigbiene existieren in Mitteleuropa ca. 700 verschiedene Wildbienenarten, die an unterschiedliche Lebensräume angepasst sind, und eine wichtige Funktion bei der Bestäubung haben.
020414_190411_WildbienenVortrag.ppt




[christine, 02.04.2014]


 


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